Hessen gewinnt den Länderpokal 2004 – größter Erfolg seit 1999

 

Nach dem Sieg in Strasbourg holen wir auch den Länderpokal nach Hessen. Der Teamgeist und der absolute Wille zum Sieg und natürlich ein bißchen Glück waren die entscheidenden Attribute.

 

Wir reisten bereits am Freitag an. Treffpunkt war die Halle in Gersweiler. Nachdem wir feststellten, dass die Halle geschlossen war, änderten wir unseren Treffpunkt kurzfristig um und trafen uns im ETAP-Hotel wo wir die nächsten beiden Nächte übernachteten.

Anschließend gingen wir unweit des Hotels bei einem kleinen Italiener essen. Die Stimmung war schon an diesem Abend sehr gut.

Optimistisch gingen wir in den ersten Spieltag. Wie schon in Strasbourg erfolgreich praktiziert, trafen wir uns vor jedem Spiel zu einer kurzen Team-Besprechung und beschworen unseren Teamgeist.

Wir hatten gleich im ersten Spiel ein schweres Los. So mussten wir gegen Baden-Württemberg, ein Mitfavorit, ran. Die drei Senioren-Mannschaften gewannen ihre Spiele. Die Damen verloren zu 12 und auch die Jugend unterlag. Im Gesamtergebnis gewannen wir 3:2, was sich am Ende des Turniers als unseren wichtigsten Sieg herausstellte.

Als nächstes spielten wir gegen die Bayern. Nur die Jugend konnte ihr Spiel nicht nach Hause bringen aber uns blieb ein 4:1 Sieg.

In der dritten Runde hatten wir spielfrei und konnten in Ruhe Mittag essen. Aber es ist immer schwierig nach so einer Pause wieder ins Spiel zu kommen. Gegen das Saarland war also höchste Konzentration gefragt. Doch auch diese Hürde meisterten wir mit einem 3:2.

In unserem letzten Spiel am ersten Tag ging es gegen Rheinland-Pfalz. Auch dies gewannen wir mit 3:2.

Somit schnitten wir am ersten Tag sehr gut ab. Wir hatten ein 4:0 auf unserem Konto. Die Senioren 1 gewannen alle ihre Spiele. Die Senioren 2 starteten gut und kamen dann nach der Spielfrei-Pause nicht mehr richtig ins Spiel, sodass ein 2:2 übrig blieb. Die Senioren 3 erreichten ebenfalls ein 4:0. Die Damen erzielten, nach Anfangsschwierigkeiten ein 3:1. Nur die Jugend konnte noch keinen Sieg einfahren. Doch die geschlossene Mannschaftsleistung machte diese, für die einzelnen Mannschaftsteile,  bitteren Niederlagen weg.
Zum Ausklang dieses Tages gingen wir wieder zum „kleinen Italiener“ essen. Die ansonsten sehr netten Gastleute waren an diesem Abend etwas überfordert, sodass wir zum Teil erst gegen 23:30 Uhr unser Essen bekamen.

Wir starteten schlecht in den zweiten Tag. Lag es am späten Essen oder an der kurzen Nacht. Jedenfalls hatte man von Aussen den Eindruck, dass manche SpielerInnen noch nicht richtig wach waren. Nur die Jugend fuhr ihren ersten Sieg ein und auch die Senioren 3 gewannen ihr Spiel. So mussten wir gegen den Landesverband Nord eine unerwartete Niederlage hinnehmen. Doch auch Berlin patzte. Sie hatten wie wir ein 4:0 am ersten Tag erreicht. So schmerzte die Niederlage nicht so sehr.

Genau gegen diese Berliner mussten wir als nächstes ran. Mit einem Sieg könnten wir einen Mitkonkurrenten aus dem Rennen schlagen. Die Jugend gewann mit Fanny und legte den Grundstein für einen 3:2 Sieg.

Als nächstes ging es gegen den Abonnementssieger Nordrhein-Westfalen. Die Senioren 3 gewannen ihr Spiel. Die Damen verloren ihr Spiel knapp mit 11:13. Die Senioren 1 verloren noch knapper, nämlich mit 12:13. Auch die Jugend und die Senioren 2 konnten das Ruder nicht mehr rumreissen. So verloren wir mit 1:4. Ein herber Rückschlag.

Mit dieser Niederlage waren auf einmal Mannschaften wie das Saarland und BaWü wieder im Rennen. Genauer gesagt mussten wir auf die Mithilfe von Bayern hoffen, die unbedingt gegen das Saarland gewinnen mussten, damit wir noch eine Chance auf den Gesamtsieg haben sollten.

Im letzten Spiel ging es gegen Niedersachsen. Doch wir waren fast mehr beim Spiel Saarland gegen Bayern. Unsere Senioren 1 und 3 gewannen ihre Spiele. Leider verloren die Damen. Somit stand es 2:1. Zwischenzeitlich machten die Bayern das Unerwartete wahr. Sie gewannen ihr erstes Spiel an diesem Wochenende. Jetzt hatten wir es wieder selber in der Hand den Länderpokal zu holen. Da Bawü ihr Spiel mit 4:1 gewannen, brauchten wir für den Gesamtsieg auch ein 4:1. Die Senioren 1 + 3 gewannen ihre Spiele und die Damen verloren ihres. So stand es 2:1. Der Sonntag lief gut für die Jugend und so konnten sie auch dieses Spiel gewinnen. Damit hatten wir ein 3:1 und der zweite Platz war uns jetzt schon sicher. Doch jetzt wollten wir mehr. Das letzte Spiel lief für unsere Senioren 2 nicht gut. Sie lagen 6:11 zurück. Doch sie kämpften und holten Punkt für Punkt auf. Nachdem sie einen Matchball abwehren mussten stand es auf einmal 12:11. Es musste nur noch ein Punkt her. Die letzte Aufnahme begann hervorragend. Werner Junge legte einen sehr zwingenden Punkt und erst die letzte Kugel der Niedersachsen zog. Es blieb Kader „Freundchen“ Amrane vorbehalten den entscheidenden Punkt zu machen. Die Freude war riesengroß.

Auch wenn es äußerst knapp war, nämlich nur durch den direkten Vergleich mit BaWü, holten wir, nach 1999, wieder einmal den Länderpokal nach Hessen.
Noch zu erwähnen wäre, dass wir auch das beste Senioren-Team stellten. Es war Hessen 3 mit Christian und Florian Hennekemper sowie Michael Schmidt. Waren sie in Strasbourg noch nicht so richtig in Fahrt gekommen, so bestätigten sie ihre erneute Nominierung mit einer hervorragenden Leistung und gewannen ihre acht Spiele.

Es war sicherlich nicht so ein glorreicher Sieg wie in Strasbourg. Er ist aber umso höher einzuschätzen, da der Länderpokal über 2 Tage geht und es dadurch sehr schwierig ist seinen Spielrhythmus zu finden.
Wie auch schon in Strasbourg waren unsere kämpferische Leistung und die mannschaftliche Geschlossenheit besonders ausschlaggebend für unseren Sieg.

Zum Schluss ein Dank an alle Beteiligten:

•       unseren Zuschauern, die unser Team tatkräftig unterstützten

•       unserem Coaching-Team, die unsere SpielerInnen da unterstützten wo es notwendig war

•       und natürlich unseren SpielerInnen, die alles gaben um diesen Sieg zu erreichen

Es war ein tolles Wochenende.
Mit sportlichem Gruß

 Peter Nemec