Das Wunder von ....Strassbourg

Bei genauerem Hinsehen war es natürlich kein Wunder. Wir waren gut vorbereitet.
Auf unserem Kadertreffen diskutierten wir eventuelle Mannschaftsaufstellungen und beschlossen auch, schon am Freitag nach Strasbourg anzureisen. Auch die noch fehlenden Betreuer konnten durch KaderspielerInnen aufgefüllt werden. Vor allen Dingen spürte man auf diesem Treffen einen „neuen Teamgeist“. Danach gaben Peter Weise und ich die Mannschaften bekannt. Wir entschieden uns, auch in Hinblick auf den Länderpokal in Gersweiler/Saarland, für eine offensive Aufstellung.

Am Freitagabend 20 Uhr trafen wir uns vor der Halle in Strasbourg. Bis auf SpielerInnen, die aus beruflichen Gründen erst am Samstag anreisten, und drei Betreuer, die aus denselben Gründen absagen mussten, waren wir komplett. Kurzfristig konnten wir Toni Hennekemper und Lothar Reichert als Betreuer für das Team gewinnen. Dadurch waren wir, anstatt fünf, für jede Mannschaft einen, nur noch vier Betreuer. Doch Toni konnte, durch seine nationale und internationale Erfahrung, diese Lücke mehr als schliessen. Da die Halle bis um 22 Uhr geöffnet war, konnten wir uns noch ein bisschen warm spielen. Anschliessend wurden die Zimmer verteilt und wir nahmen noch ein gemeinsames Abendessen ein.

Am Samstagmorgen fuhren wir zusammen zur Halle. Die noch fehlenden Spieler trafen fast zur gleichen Zeit ein. Jetzt waren wir komplett. Dem Team Hessen gehörten an:
Senioren 1: Sascha Koch, Thorsten Schäfer, Peter Weise
Senioren 2: Kader Amrane, Jörg Born, Werner Junge
Senioren 3: Christian Hennekemper, Florian Hennekemper, Michael Schmidt
Ergänzungsspieler: Stefan Schulz

Damen: Lara Eble, Nicole Schulz, Hilde Winkler
Ergänzungsspielerin: Bärbel Nessel

Junioren: Daniel Reichert, Marius Schilling, Bruno Schyska,
Ergänzungsspielerin: Katja Sulzbacher
Betreuer: Toni Hennekemper, Peter Nemec, Ralf Nitzschke, Lothar Reichert

Die Stimmung war, schon am frühen morgen, sehr gut. Nach einer Teambesprechung, wo ich die Order ausgab, dass wir einen besseren Platz als die letzten Jahre erreichen können und wir unseren Teamgeist beschworen, ging es los.

In der ersten Begegnung spielten wir gegen das Saarland. Wir legten einen sehr guten Start hin und gewannen 4:1. Bei der zweiten Partie mussten wir gegen das Schweizer Team ran. Die Junioren und  unsere Senioren 2 gewannen ihre Spiele. Unsere Mannschaft Senioren 2 verloren. Somit stand es 2:1. Aber bei den Damen und Senioren 1 lagen wir zu 12 hinten. Es sah schlecht aus. Doch unterstützt durch die anderen SpielerInnen, durch die Betreuer und einem hervorragenden Kampfgeist bogen beide Mannschaften noch das Spiel um und gewannen zu 12. Schon das zweite Spiel mit 4:1 gewonnen. Einen besseren Start konnte man sich nicht wünschen. Im dritten Spiel waren die Bayern unsere Gegner. Schon immer ein schwieriger Gegner. Doch auch dieses Spiel konnten wir, mit 3:2, gewinnen. Die nächsten beiden Gegner waren die beiden Heimmannschaften aus Baden-Württemberg. Ba-Wü 2 schlugen wir glatt mit 4:1. Ba-Wü 1 stellte sich schon als härterer Brocken heraus. Doch wir konnten auch diesen Gegner mit 3:2 bezwingen.

Langsam wurde es unheimlich. 5 Runden – 5 Siege.

Vor der nächsten Runde beschworen wir noch mal unseren Teamgeist, der bis dahin ungebrochen war. Dann ging es gegen Rheinland-Pfalz, die einen guten Tag erwischt hatten. Doch auch sie konnten uns nicht aufhalten. Zum Schluss gewannen wir mit 3:2. Jetzt ging es um die Wurst. Toni appellierte noch mal an alle SpielerInnen, die letzten Reserven zu mobilisieren, denn heute war mehr drin als ein zweiter Platz, der uns jetzt schon sicher war.

In der 7. und letzten Runde gab es ein faktisches Endspiel. Die beiden, bis dahin, ungeschlagenen Teams, trafen aufeinander. Gegen die Ligue D`Alsace hatten wir noch nie gewonnen.

Vor dem Beginn beschworen wir noch einmal unseren Teamgeist. Und dann ging es los. Und wie. Die Senioren 3 holten sich eine Fanny ab. In ihrem wohl schwächsten Spiel lief einfach nichts zusammen und den Franzosen gelang alles. Auch bei den anderen Begegnungen sah es nicht gut für uns aus. Alle Mannschaften lagen zurück. Sind die Franzosen wirklich so stark und für uns unschlagbar?
Die Senioren 1 starteten eine Aufholjagd. Nach einem Rückstand von 0:7 kämpften sie sich Punkt für Punkt heran. Sascha brannte ein wahres Feuerwerk ab. Peter und Thorsten taten ihr nötigstes dazu. Plötzlich stand es 8:7. Jetzt gaben sie das Heft nicht mehr aus der Hand und siegten zum Schluss 13:8. Somit stand es nun 1:1. Dieser Sieg war wie eine Initialzündung. Auch bei den anderen Spielen schien sich das Blatt zu wenden. Als nächstes siegten die Junioren. Wir führten 2:1. Unsere Freude über diesen Sieg war noch nicht richtig verklungen, da legte Kader, von unseren Senioren 2, die 13. Nun führten wir uneinholbar 3:1. Und die Damen setzten dieser hervorragenden Leistung das i-Tüpfelchen auf. Auch sie gewannen ihr Spiel.
4:1 gegen die Ligue D´Alsace. Wer dies vor dem Spiel vorausgesagt hätte, den hätte man für einen Träumer gehalten. Nun war es Wirklichkeit. Wir waren ungeschlagen Turniersieger. Wer hätte das gedacht?
Die Freude war sehr gross. Das wir mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung dies erreichten, zeigt auch, dass alle Mannschaften ein positives Ergebnis erzielten: Senioren I 7:0; Senioren II 4:3; Senioren III 4:3; Damen 6:1; Junioren 4:3;
Während der Siegerehrung konnten wir noch den Geburtstag von Sascha feiern. Ein schöneres Geburtstagsgeschenk hätten wir ihm nicht machen können.
Nach einem langen, anstrengenden und sehr erfolgreichen Tag machten wir uns um kurz vor eins auf den Heimweg.

Zum Schluss möchte ich mich besonders Bedanken

•       Bei den Zuschauern, die den weiten Weg nicht scheuten um unsere Mannschaft zu unterstützen
•       Bei den Betreuern, die durch ihre Motivation und Unterstützung für das Wohlbefinden unserer SpielerInnen sorgten
•       Und nicht zu letzt bei unseren SpielerInnen, die durch ihren Einsatz, Team- und Kampfgeist und dem absoluten Siegeswillen dies alles ermöglichten

Euer Sportwart

Peter